Eine kleine Anfrage an den deutschen Bundestag durch das Bündnis 90 / die Grünen vor der Sommerpause 2008 zum Thema Haie in der Ostsee bot uns ein weites Feld den Vereinszweck von Sharkproject, den Haischutz einzubringen. Bei einer ausgiebigen Erörterung der Möglichkeiten des Haischutzes und des Verbraucherschutzes vor Vergiftungen durch den Konsum von Haifleisch, wurden wir als Organisation Sharkproject um unseren Beitrag zu den zentralen Kritikpunkten gebeten.
Obgleich die Fragestellung „Haie in der Ostsee“ meiner Ansicht nach etwas unglücklich gewählt war, da in der Ostsee nur wenige Haie zuhause sind und wenn dann nur in Gebieten mit noch recht hohem Salzgehalt, war das ja schon einmal ein Anfang um mit unseren Themen in die parlamentarische Diskussion zu kommen. Das Thema ‚Bedrohung der menschlichen Gesundheit durch den Konsum von Haiprodukten durch Methylquecksilber’, die Tierschutzproblematik durch bedrohte Haibestände weltweit und die Beteiligung von Schiffen aus deutschen Flotten am weltweiten Haifang wurden erfragt.
Wie zu erwarten war, musste die Bundesregierung viele Fragen durch die Einschränkung der Anfrage auf die Haibestände in der Ostsee nicht beantwortet, da es dort ja eigentlich keine nennenswerten Haibestände gibt. Dennoch konnte von Seiten der Bundesregierung etwas unangenehme Anworten nicht ganz vermieden werden.
Noch offene Fragen erfordern eine erneute Anfrage oder eine Expertenanhörung, bei dem auch wir kompetent vertreten sein werden. Hierbei sollten die folgenden Themen erörtert werden! Der mangelnde Verbraucherschutz durch erheblichen Konsum von frei angebotenen hoch belasteten Schillerlocken (geräucherter Bauchlappen vom Dornhai) und Seeaal (geräuchertes Filet vom Dornhai) in der Bundesrepublik Deutschland ohne Aufklärung der Verbraucher, die deutsche Rolle im weltweiten Rückgang der Haipopulationen und deren Auswirkungen auf das gesamte marine Ökosystem und die der Bundesregierung als Entscheidungsgrundlage dienende Studie*. Ob die Bundesregierung die Brisanz der Vergiftungsrisiken durch Schillerlocken erkennt und Maßnahmen zum Verbot des Haiproduktehandels ergreift, wir werden sehen, was daraus wird!
*(Exposition mit Methylquecksilber durch Fischverzehr Forschungskennzahl 705 61 416 und Etablierung analytischer Methoden zur Bestimmung von Methylquecksilber in Fischereierzeugnissen Forschungskennzahl UM 07 61 641 von Dr. Reinhard Kruse Dr. Edda Bartel, Institut für Fische und Fischereierzeugnisse, Cuxhaven)
| 28.10.2008 | Print |